Reef Actif® besteht aus langkettigen natürlichen Biopolymeren mariner Herkunft. Viele dieser Biopolymere sind in der lage andere Stoffe wie Nährstoffe und Spurenelemente zu binden. Dadurch ändert sich die Verfügbarkeit dieser Stoffe, sie können einfacher von den Lebewesen aufgenommen werden. Reef Actif® übernimmt damit zwei wesentliche Aufgaben, zum einen dient es als Adsorber, zum anderen als Futter für Bakterien und andere Lebewesen. Reef Actif® hat damit eine aufhellende Wirkung auf Zooxanthelle Lebewesen wie Korallen, Muscheln, Schwäme und andere Filtrierer. Im folgenden Artikel beschreibe ich meine Erfahrungen mit der regelmässigen Anwendung von Reef Acif®

Bevor ich mich zur Anwendung von Reef Actif entschlossen habe, habe ich in einschlägen Internet-Quellen nach der Wirkung von Reef Actif recherchiert. Die Anwendung sollte nur mit einer grwissen Sorgfalt erfolgen, da Überdosierung von Reef Actif verherende Folgen für die Lebewesen haben kann. Daher wird auch vom Hersteller Tropic Marin empfohlen mit einer kleinen Dosis zu beginnen und diese langsam zu erhöhen bis man am gewünschten Punkt angelangt ist.

Ich habe vor ca. 4 Monaten mit der Anwendung begonnen, und Reef Actif mit etwas mehr als der halben Dosis dosiert. Auf meine 400 Liter begann ich mit einem halben Löffel Reef Actif wöchentlich.
Bereits nach ein paar Tagen könnte brillantere schillernde Farben an den Korallen wargenommen werden. Auch das Polypenbild und der gesamte Zustand der Korallen zeigte ein besseres Bild.

Im laufe der Zeit habe ich die Dosis über 1 Löffel / 400 Liter, bis Stand heute auf 1,5 Löffel / 400 Liter erhöht.

Bis jetz haben sich folgende Veränderungen eingestellt:

  • Meine Goniopora sp. die ich in der Farbe Hellbraun bekommen habe, ist mittlerweile leuchtend hellgrün
  • Alle meine Acroporen zeigen sattere und leuchtendere Farben. Bei einigen Acros sind jetzt Polypen expandiert welche sonst selten zu sehen waren
  • Meine Galaxea hat ein rasantes Wachstum an den Tag gelegt und wurde durch eine aufhellung der Fabren zu einem richtigen hingucker.
  • Die Hydnopora wechselte Ihre Fabre von blass gelb in ein mittleres grün
  • Die S. Hytrix bekam nach dem Umzug ein bräunliches Gewebe. Durch Reef Aktif ist dieses nun wieder leuchtend lila

Ngeative Auswirkungen konnten bisher nicht festgestellt werden. Einzig und allein ist meine orange Fungia die gelegentlich mit weißen Gewebefelcken zu kränkeln scheint. Ob dies auf Reef Actif zurück zu führen ist kann ich nicht sagen.

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Spurenelemente mit Meerwasseraquarium spielen eine wichtige Rolle für Korallen, Wirbellose, Fischen und andere Bewohner. Leider ist es jedoch so, dass bis heute keine gesicherten vollständigen wissenschaftlichen Erkenntnisse darüber herrschen, welche Spurenelemente in welcher Konzentration vorhanden sein müssen so dass bei den Beckenbewohnern keine Mangelerscheinungen eintreten.

Hinzukommt dass wir nur einige wenige Spurenelemente mit herkömmlichen Tests im Aquarium nachweisen und bestimmen können.

Es gibt dazu langjährige Erfahrungen von vielen Aquarianern, und so viele Aquarianer es sind, so viele Auffassungen und Meinungen zu dem Thema gibt es. Dies sorgt natürlich immer wieder für große Diskussionen weil viele Ihre eigens gemachten Erfahrungen als das Maß der Dinge ansehen.

Ich tat mich zu beginn meiner Meerwasser zeit ziemlich schwer hier einen richtigen Weg einzuschlagen. Egal wen man fragte, jeder sagte etwas anderes. Nachfragen bei Händler verliefen in der Regel immer so dass irgendein Produkt empfohlen wurde. Bei den Hobbyisten gab es im Grunde zwei konträre Aussagen. Die einen waren die Verfechter zusätzlicher Spurenelement-Dosierung, die anderen machten ein gut laufendes Aquarium von einer täglichen Dosierung von Spurenelementen anhängig.

Und so kam es dass ich das ein oder andere Produkt ausprobiert habe und anfing meine eigenen Erfahrungen durch Beobachtung und Dosierung herauszufinden. Zusätzliche Lektüre wurde zur Hand genommen um Zusammenhänge und drgl. Herauszufinden bzw. zu bestätigen.

Heute bin ich an dem Punkt, und dies galt auch in meiner Süßwasserzeit schon immer, die beste und wichtigste Pflegemaßnahme eines Aquariums ist der regelmäßige Wasserwechsel.  Durch diesen werden schädliche Stoffe entfernt, und fehlende Stoffe wie Spuren nachdosiert. Ein Punkt den man sich immer wieder vor Augen führen sollte, da man damit schon fast die halbe Miete zusammen hat um ein Aquarium vernünftig am laufen zu halten.

Dass allein kann ausreichen, muss aber nicht. In jedem Fall muss man sich um die Werte CA, Kh und Mg regelmäßig kümmern und je nach Steinkorallenbesatz nachdosieren. Bei den restlichen Spuren kann ein wöchentlicher 10%iger Wasserwechsel durchaus ausreichen um den Bedarf der Tiere zu decken. Bei mir funktioniert das im 400 Liter Riff bisher sehr gut. Und ich kenne voll besetzte  Zuchtanlagen wo dies in Bezug auf die Spurenelemente ebenso zutrifft.

Es gibt auch einige Aquarianer die davon berichten dass durch das einstellen der Dosierung zusätzlicher Spurenelemente, einzig und allein der Regelmäßige Wasserwechsel, viele Probleme mit der Haltung einiger Korallenarten verschwanden, und die Problemkorallen jetzt ein deutliches Wachstum zeigen.

Dies wird oft damit begründet dass das Meersalz durch seine Komplexe Zusammenstellung einen klaren Vorteil gegenüber den zusätzlichen Produkten zur Versorgung der Korallen hat. Des Weiteren ergeben sich durch die zusätzliche Dosierung von Spurenelementen oft Unsicherheit bezüglich der Anwendung und der Anreicherung von Elementen.

Für mich hat sich jetzt folgender Weg als optimal herausgestellt:

Ich mache alle 1-2 Wochen einen 10%igen Wasserwechsel. Dabei wechsle ich zurzeit  zwischen 2 Salzsorten, Tropic Marin Pro Reef und Red Sea Pro Coral. Tropic Marin ist ein rein synthetisch hergestelltes Salz, Red Sea wird aus richtigen Meerwasser hergestellt und fehlende Spuren werden durch synthetische Stoffe nachgefüllt.

Ansonsten dosieren ich gelegentlich Spurenelemente von Tropic Marin (Pro Coral Mineral) oder Murutzek Ammiono+ und Organotrace.  Weitere Aktionen bzgl. Der Spurenlemente finden nicht statt. Ca, Kh und MG werden natürlich regelmäßig dosiert aber dazu mehr an anderer Stelle.

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