Um die Stickstoffversogung von Korallen und den verschienden Algen zu gewährleisten, ist etwas Nitrat im Meerwasserbecken nötig. Manche Aquarien neigen zur Nährstoffarmut oder auch Nährstofflimitierung genannt. Zudem sollte Nitrat ein einem bestimmten Verhälltnis zu Phosphat (Po4) stehen. Daher kann in machen Fällen eine Erhöhung des Nitrats im Wasser erforderlich sein. In diesem kleinen Wiki beschreibe ich die Erhöhung vin Nitrat mit Kaliumnitrat (KNO3).

Nitrat ist im Meer nur in sehr geringen Konzentrationen vorhanden, und schwank je nach Gebiet von 0,01 bis 1 mg/l. Im Meerwasseraqaurium ist dieser Wert durch den Futtereintrag mneist wesentlich höher. Aber es gibt auch Becken wo der Wert nahe an die Nachweis grenze abrutscht. In so eineem Fall kann es sinnvoll sein den Wert ein wenig zu Erhöhen. Dazu stehen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung. Hier stelle ich die Dosierung von Kaliumnitrat vor.

Eines Vorweg, Du solltest Kalumnitrat sehr vorsichtig anwenden und lieber vor der Dosierung nochmal alles prüfen bevor Du das KNO3 zugibst. Die Schäden können bis zum Super Gau führen sollte die Dosierung zu hoch sein!

Dosierung:
Um Nitrat um 1 mg/l zu Erhöhen benötigt man pro 100 Liter Wasser  0,16 g KNO3

Beispiel:
Aquariuminhalt: 400 Liter
No3: 0,5
Zielwert: 2,0 mg/l
Erhöhung um: 1,5 mg/l

Wasserinhalt / 100  * Erhöhung * 0,16 = Benötigte Menge

400 / 100 * 1,5 * 0,16 = 0,96 g

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Die Einlaufphase verlief relativ schnell und entspannt ab. Nach einem kurzen Peak von Nitrat stabilisierten sich die Werte innerhalb von 2 Wochen recht schnell auf optimale Werte. Auf anraten einiger langjähriger Mw-Aquarianer begann ich bereits nach zwei Wochen die ersten Weichkorallen einzusetzen um das Milieu weiter zu stabilisieren. Im Gegensatz zum ersten Becken verlief hier die Phase ohne große Algenplagen oder drgl. Lediglich nach 4-5 Wochen kam eine zunächst leichte Planktonblüte die ca. 3 Wochen anhielt. Von Anfang an fingen am lebenden Gestein bereits höhere Algen zu wachsen. Vermutlich traten diese bereits den niederen Algen als Nahrungskonkurrenten entgegen. In diesem Zuge siedleten die ersten Krebse und der Seeigel ins neue Zuhause um.
Diagramm Einlaufphase Wasserwerte

Diagramm Einlaufphase Wasserwerte

Was mich weiter sehr postive überrascht hat war die sehr gute Qualität des lebend Gesteins von Michael Mrutzek. Dies kann man sehr schön erkennen wie schnell sich die Wasserwerte stabilisiert haben. Dies deutet darauf hin dass das lebende Gestein zum einen nicht allzu sehr mit Dreck und Schmodder verseucht ist, und zum anderen auf eine gut funktionierende Bakterienkultur in den Steinen.

Einige werden mich sicherlich für verrückt halten da ich schon nach zwei Wochen begonnen habe mit dem Besatz von ersten Korallen. Einige erfahrene Aquarianer hatten mir dazu geraten um das Biologische System weiter zu stabilisieren und eine zusätzliche Nahrungskonkurrenz zu den niederen Algen zu schaffen. Dies erschien mir plausibel und ich habe den Schritt gewagt, ich hatte ja immer noch die Option die Korallen und alte Becken zurück zu geben.

Und siehe da, die Korallen zeigten ein wunderbares Bild und standen einwandfrei, besser als im alten Aquarium. Das hat mich dazu veranlasst weitere Korallen, Steinkorallen nachzusetzen. Und auch diese zeigten die gleichen erfreulichen Phänomene. Die später einsetzende Planktonblüte war vermutlich nur eine willkommene Nahrungsquelle für einige dieser Korallen. Zumindest macht dies den Korallen herzlich wenig aus.

Weitere zwei Wochen später begann ich dann langsam Fische und Garnelen umzusiedeln. Das Biologische Gleichgewicht schien soweit stabil, und ich hielt es für nötig für weitere Belastung zu sorgen damit sich dieses System weiter Einlaufen kann. Auch dies verlief mit keinerlei Problemen sehr erfreulich.

Nach und nach kamen dann weitere Tiere hinterher bis das alte Aquarium leer war und aufgelöst werden konnte. Zusätzlich wurden auch noch weitere Tiere (Korallen, Fische und Wirbellose) im Handel gekauft und eingesetzt.

Während dieser Einlaufphase kam es bis auf die Planktonblüte zu keinerlei Komplikationen, es gab keine Verluste und das Riff entwickelte sich von Tag zu Tag immer schöner.

Das einzige worum ich mir etwas Sorgen machte war der Nitrat und Phosphat Gehalt, da diese ziemlich niedrig, bzw. nah an der Nachweisgrenze waren. Ich befürchtete eine Nährstofflimitierung bei meinen Korallen. Daher habe ich nach etwa 10 Wochen sicherheitshalber bei einem Nitratwert von 0,5 mg/l Kaliumnitrat (KNO3) zudosiert um den Nitratwert auf etwa 2 mg/l anzuheben. Dies diente jedoch mehr zur Beruhigung meiner einer, den Korallen ging es davor und auch danach prächtig.

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